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Empfehlung


Sie bezahlen wahrscheinlich zu viel für Gas



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Entstehung von Erdgas



Erdgas gehört genau wie Öl und Kohle zu den fossilen Energieträgern. Die Entstehung von Erdgas ist ein natürlicher Vorgang, der vor Millionen von Jahren einsetzte und bis in die Gegenwart andauert. Ausgangsmaterial sind organische Substanzen sowohl pflanzlicher als auch tierischer Natur.

Der Großteil des heute verfügbaren Erdgases bildete sich vor etwa 15 bis 600 Millionen Jahren. Abgestorbene Mikroorganismen, Plankton und Algen, die sich auf dem Grund riesiger Ozeane ablagerten, wurden von undurchlässigen Gesteins- und Erdschichten überdeckt. Luftabschluss und hoher Druck des sich aufschiebenden Gebirges setzten dann einen langwierigen chemischen Prozess in Gang, in dessen Verlauf die organischen Substanzen in Kohlenwasserstoffe umgewandelt wurden. Oft kommen Erdgas und Erdöl gemeinsam vor. Mit wachsendem Druck bildet sich immer mehr Erdgas im Vergleich zu schwereren Kohlenwasserstoffen.

Durch das Gewicht der überlagernden Schichten wurde das Muttergestein mit zunehmender Absenkung immer stärker zusammengedrückt. Dabei wurde Erdöl und/oder Erdgas ausgepresst und stiegen über Risse und Hohlräume in höher gelegene, poröse Gesteinsschichten empor. Die Wanderung fand dort ein Ende, wo das poröse Gestein von undurchlässigen Deckschichten (etwa Ton) überlagert wurde.

Bevor Erdgas zum Verbraucher gelangen kann, müssen zunächst Vorkommen gefunden und erschlossen werden. Das geförderte Erdgas muss dann noch zum Verbraucher verbracht werden.

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Die Erdgassuche



Im Wesentlichen gibt es vier Verfahren, entwickelt von Geologen, Geophysikern und Geochemikern, die den gewünschten Erfolg bei der Suche nach Erdgas bringen.

Seismisch: Messung mit Schallwellen.
Gravimetrisch: Hierbei werden Anomalien der Schwerkraft gemessen.
Erdmagnetisch: Bei dieser Form werden die magnetischen Kraftfelder gemessen.
Geoelektrisch: Untersuchung der elektrischen Eigenschaften des Untergrunds- dies ist jedoch die ungenaueste und deshalb seltenste Methode.

Das verbreiteste Verfahren ist die seismische Messung. Man nutzt die Tatsache, dass Schallwellen den Untergrund durchdringen können. Es werden zwei Verfahren unterschieden: Die Reflexionsseismik arbeitet nach dem Echolot-Prinzip. An der Erdoberfläche erzeugte Schwingungen werden an Schichtgrenzen im Untergrund nahezu vertikal reflektiert und an der Erdoberfläche aufgezeichnet. Bei der Refraktionsseismik dagegen werden die Wellenstrahlen beobachtet, die im Untergrund gebrochen werden und sich teilweise parallel zur Erdoberfläche ausbreiten.

Jede Erschütterungsanregung erzeugt sowohl reflektierte, als auch refraktierte Wellen. Allein die Messgeometrie bestimmt, welche Wellen primär beobachtet werden.

Hat man ein vermutetes Vorkommen, so wird mit einer Probebohrung ermittelt, ob tatsächlich ein förderungswürdiges Vorkommen vorhanden ist. Nicht immer ist man erfolgreich- nur jede dritte Bohrung trifft im Schnitt auf Gas. Erst nach der Bestätigung einer Förderungswürdigen Menge werden Produktionseinrichtungen aufgebaut. Bei der Förderung auf See kommen die größten mobilen Bauwerke zum Einsatz, die jemals geschaffen wurden. Eine Plattform kann mehrere hundert Meter Gesamthöhe erreichen und wiegt bis zu eine Million Tonnen.

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Erdgas und sein Weg zum Verbraucher



Das geförderte Erdgas wird unterirdisch zwischengespeichert und zum größten Teil über Pipelines abtransportiert. In Europa gibt es ein dichtes Rohrleitungsnetz ähnlich dem Verbundnetz der Stromerzeuger, welches bis zu den Haushaltsanschlüssen reicht.

In seltenen Fällen wird Erdgas bei Temperaturen von –162 Grad Celsius verflüssigt und per Schiff transportiert. Allerdings ist dieses Verfahren sehr energieaufwändig. Bis zu 25% der transportierten Energie müssen zur Verflüssigung und Kühlung eingesetzt werden. Auf der anderen Seite nimmt es nur noch 1/600stel seines ursprünglichen Volumens ein und kann in dieser Form auch gut gespeichert werden.

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Erdgas und seine Zusammensetzung



Hauptbestandteil von Erdgas ist Methan. Das ist der einfachste Kohlenwasserstoff, welcher aus einem Atom Kohlenstoff und 4 Atomen Wasserstoff besteht. Im Erdgas befinden sich je nach Herkunft noch Propan und Butan in geringen Mengen, sowie Stickstoff, Kohlendioxid und Helium. (Erdgas ist der wichtigste Rohstoff zur Gewinnung von Helium).

Methan hat im Vergleich zu allen schwereren Kohlenwasserstoffen den höchsten Anteil an Wasserstoff. Daher enthält das Abgas von Erdgasanlagen vergleichsweise viel Wasserdampf und relativ wenig Kohlendioxid (CO2). Dies hat neben der erfreulichen Bilanz für CO2 noch einen weiteren Vorteil:

Durch den Einsatz der Brennwerttechnik in modernen Gasheizungen wird noch viel Energie aus dem Abgas gewonnen. Dazu wird das Abgas von ca. 165 Grad auf ca. 40 Grad abgekühlt. Der Wasserdampf kondensiert. Dabei wird Energie frei. Technisch hat das noch zusätzlich den Vorteil, dass die Abgase so kalt sind, dass ein Kunststoffrohr zur Ableitung ausreicht.

Das Wasser kann einfach in die Kanalisation abgegeben werden. Ölheizungen kann man zwar auch mit einer Brennwertanlage versehen, es gibt aber zwei Nachteile: Zum einen kann man viel weniger Energie gewinnen, da Ölabgase viel mehr CO2 enthalten und nur wenig Wasserdampf, zum anderen enthält Heizöl auch noch einen kleinen Anteil an Schwefel. Das bei der Verbrennung entstehende Schwefeldioxid wird vom einkondensierten Wasser gelöst. Dabei entsteht korrosive Säure, die vor Ableitung in die Kanalisation erst neutralisiert werden muss.

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Erdgas und die Umwelt



Wie schon erwähnt, enthält Abgas aus Erdgas wesentlich weniger CO2 als alle anderen fossilen Energieträger. Damit wird weniger klimaschädliches Treibhausgas emittiert. Durch die Brennwerttechnik kann eine sehr hohe Brennstoffausnutzung erreicht werden. Weiterhin ist Erdgas schwefelfrei. Damit bildet sich keine schweflige Säure, weder in der Abgasanlage, welche ansonsten angegriffen würde, noch in der Atmosphäre, wo Schwefeldioxid mitverantwortlich für den sauren Regen ist.

Durch die Verteilung von Erdgas mittels Pipelines, fallen keine Transporte an. Daher reduziert sich die Umweltbelastung durch Fahrzeugeinsatz, Straßenabnutzung und –Neubau.

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Erdgas und der Verbraucher



Natürlich bietet der Einsatz von Erdgas mehr als nur ein reineres Gewissen der Umwelt gegenüber. Es ist ein bequem handhabbarer Stoff, der ausfallsicher immer zur Verfügung steht. Erdgas ist sicher. Es ist leichter als Luft. Daher wird es auch im Falle einer Leckage sich nicht in Vertiefungen wie z.B. Kellerräume sammeln. Es ist relativ zündsicher. Die Zündtemperatur liegt mit 600 Grad Celsius noch oberhalb der von Benzin oder Heizöl. Das bedeutet, dass es weniger Neigung hat, sich selbst zu entzünden.

Eine Gasheizung ist platzsparend. Man braucht keine Vorratsbehälter und die Heizgeräte sind klein und kompakt. Oft kann man sie direkt unter dem Dach montieren. Damit braucht man keinen teuren Schornstein. Ein kurzes Kunststoffrohr reicht.

Man kann ebenso wie beim Strom den Versorger frei wählen. Analog wie beim Stromanbieter geht der Wechsel problemlos, und die Versorgungssicherheit bleibt stets gegeben.

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Erdgas und die Zukunft



Die aktuell nachgewiesenen Vorkommen reichen noch für die nächsten 70 Jahre. Rechnet man die noch aufzufindenden Vorkommen dazu, so kann man von einer stabilen Versorgungslage für mindestens 130 Jahre ausgehen. Hinzu kommen noch nicht abschätzbare Mengen einer ganz anderen Methanquelle. In den Tiefen der Ozeane finden sich gigantische Mengen einer Methan-Wassermischung, deren Abbau noch gar nicht angegangen wurde. Weiterhin besteht Biogas ebenfalls aus Methan. Der Einsatz von Gas wird also auch in Zukunft möglich sein.

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